Final Fantasy – Crystal Chronicles
Ich entschuldige mich hiermit im vorraus für eventuelle lapidare Ausdrucksweisen, Umgangssprache, fiese Bemerkungen und Kraftausdrücke jeder Art…

Geht mir das Spiel auf den Keks!
Ich muss zugeben, ich mag Final Fantasy allgemein sehr gern, auch wenn ich es an sich kaum gespielt habe. Das ganz Alte für das SNES und ansonsten nur vom hier und da Anspielen, viele Charaktere aus Kingdom Hearts, was ich wirklich verschlungen habe – mehrmals hintereinander.
Nun gut, jedenfalls habe ich mir dann letzte Woche im Gamestop das Spiel „Final Fantasy Crystal Chronicles“ gebraucht für den Gamecub gekauft (der Laden ist übrigens genial, in vielen Städten vertreten und die Verkäufer sind meistens super sympatisch, die Frau aus Limburg ist genial). Jedenfalls war ich mir bewusst, dass es mit dem „original“ Final Fantasy wenig zu tun hat, dennoch war ich sehr motiviert.
Ja, die Motivation hielt leider nicht allzu lang an. Fangen wir mal an die Story zu erklären, zuerst einmal die 4 verschiedenen Charaktere, aus denen man auch seinen Spielcharakter auswählt.
1.) Clavats
Dieses Volk ähnelt am meisten den Menschen, mal abgesehen von der Beschreibung, denn laut dieser sind sie sehr auf Harmonie aus. Sie mögen keinen Streit, sind lieb und nett und wenn es dann doch einmal einen Konflikt gibt, suchen sie eine Lösung ohne Gewahlt und sind umgeben von einer Aura der Ruhe.
Ein kleines Yvonne Catterfeld Volk

2.) Lilty
Die kleinen Knuffeltierchen sehen ein bisschen aus wie Gemüsezwiebeln die sich mit einem Hamster gepaart haben, dennoch sind sie stolze Krieger und sehr jähzornig.
Die bunten Knöllchen leben schon sehr lange auf der Welt und beherrschten diese auch relativ lange – und das darf man sich in dem Spiel wirklich alle 5 Minuten anhören. Juhu, Gemüsezwiebeln beherrschten die Welt weil sie Eisen hatten. Dann war das Eisen leer -> Weltherrschaft vorbei.
Jedenfalls sind sie ziemlich tempramentvoll und kämpfen sehr gut.
Und deswegen liebe Kinder werden schlechte Musiker immer mit Gemüse beworfen.

3.)Yukes
Meiner Meinung nach sind das entweder erwachsene Liltys oder einfach nur verhelmte Vogelscheuchen, aber meine Meinung zählt ja in der Logik von Crystal Chronicles wenig.
Auch wenn sie nach Unkraut aussehen, sind sie sehr weise und resultierend daraus großartige Magier. Früher haben sie mit ihren Zauberkünsten die kleinen Liltys aus ihrem Gebiet zu vertrieben, aber anscheinend sind sie kein sehr stolzes Volk, denn mittlerweile lehren sie alle Völker der Kunst der Magie.
Angeblich haben die Yukes sich selbst in Vogelscheuchen verwandelt, da dies die Magiekraft stärken soll. Na gut, was solls.

4.) Selkies
Ja na gut, ich bin jetzt etwas voreingenommen, weil das mein Lieblingsvolk ist. Auch wenn das Spiel Mist ist.
Im Endeffekt sind die Selkies schnelle Egomonster. Sie denken nur an sich & sind agil, sie würden perfekte Diebe abgeben. Am liebsten leben sie vollkommen unabhängig von anderen Völkern, aber einige sind dann doch nicht ganz so selbstverliebt und leben teilweise bei den Clavats. Warscheinlich sind die Clavats auch einfach nur das Volk, was man am besten ausrauben kann? Wer weis..

Zur Story:
In der ganzen Welt herrscht eine schlechte Energie, deren Berührung tödlich endet. Die Dörfer schützen sich mit Hilfe riesiger Kristalle, die aber auch mit der Zeit an Energie verlieren. Somit besteht deine Aufgabe darin, die Kristalle wieder „aufzuladen“. Dies kannst du tun, in dem du die im ganzen Land verstreuten Myrrhebäume suchst und deren Tau einsammelst.
So machst du dich mit einem Suchtrupp auf den Weg, den man Kristallkarawane nennt. Natürlich wäre es zu einfach, wenn ein Baum viel Tau hat, aber obwohl es riesige Bäume sind, hat jeder nur einen Tropfen zur Verfügung und der Nächste folgt erst Jahre später.
Da du, auch wenn du der Held der Welt bist, nicht einfach in das fiese Karma der Welt laufen kannst, ohne zu sterben, bekommst du einen Kristallkelch mit. Dieser ist mit einem kleinen Kristall des Baumes ausgestattet, der dein Heimatdorf schützt und so kannst du dich immer in einem geschützten Bereich fortbewegen. Der Kelch dient als Sammelstelle für den Tau. Natürlich wäre es zu einfach, den Kristall in die Hose
zu stecken und eine Flasche mitzunehmen, um nichts zu verschütten, aber deswegen kriegst du auch einen kleinen Fellball zur Seite gestellt, den man Mogu nennt, ein Abkömmling der Mogrys.
Wenn du willst, trägt er den Kelch für dich, während du dich mit Goblins und Glibberschleim prügelst.
Nun gut. So habe ich angefangen:
Mein Dörfchen heisst Fray und ich selbst bin ein weiblicher Katzenbein-Selkie namens (achtung, jetzt kommts) Sally. Meine Familie besteht aus Alchemisten, geben mir aber keinen nützlichen Trank mit auf die Reise, sondern einen Haufen guter Zusprüche. Yay!
War die Berufswahl schoneinmal sinnlos.
Am Anfang des Spiels wird man von endlos vielen Leuten mit der Aufgabe zugetextet, die man zu bewältigen hat. Dann kommt ein alter dicker Mogry, der dich in der Kunst des Kampfes unterrichtet. Aha, A-Knopf drücken.
Nach ein bisschen Bla-Bla kannst du dann die Weltkarte bereisen.
Auf dem Weg zu den Dungeons triffst du manchmal spontan auf Karawanen die dir Hallo sagen und weil dir nie jemand Hallo sagt musst du das UNBEDINGT in dein Tagebuch eintragen. Überhaupt trägst du alles in dein Tagebuch ein. Bist ja auch allein mit einem Mogry unterwegs.
In den Dungeons gibt es immer Höhlen in denen Mogrys hausen. Warum sie nicht irgendwo wohnen, wo es keine Monster gibt kann ich auch nicht sagen, aber in diesen Häusern kannst du Mogu bemalen, vollkommen gleich ob das nun Sinn macht oder nicht, und der Hausherr, meistens ein alter, alleinstehender Mogry, macht einen Stempel auf deiner Stempelkarte.
Hey, Paybackpunkte!
Wenn du eine Stempelreihe, bestehend aus 3 Stempeln der gleichen Sorte, voll hast, kannst du ein Minispiel spielen.
YAY!
Natürlich nur im Multiplayermodus, ist ja total logisch. Oder? Find ich auch nicht.
Anfangs sind die Dungeons recht klein, die Endgegner schwer, zumindest die er
sten zwei. Dann werden die Dungeons größer und die Monster irgendwie einfacher. Soll warscheinlich eine Entschädigung dafür sein, dass man sich später die Hacken abläuft, weil es in dem Spiel keine Karte gibt, ausser man tackert sich einen Handheld an den Gamecube.
Punkt 1: Ich hasse Handhelden
Punkt 2: Ich besitze keinen Handhelden
Punkt 3: Selbst wenn ich einen Handhelden besitzen würde, hätte ich keinen Aufsatz für den Gamecube
Punkt 4: Und keinen Gamecube
Ergo: Ich hab das Spiel nicht durchgespielt, es ist zu nervtötend große Dungeons ohne Karte zu erkunden. Wenn man nur auf den Endgegner aus ist, kein Thema, aber mit Welten erforschen siehts furchtbar schlecht aus.
Trotzdem weis ich ungefähr wie das Ende ablaufen wird, denn jetzt kommt der Clou: Du machst das jedes Jahr!
Soll heißen: Im ersten Jahr klapperst du 3 Bäume ab und hast dann Myrrhetau für ein Jahr und dann gehst du wieder los, in andere Dungeons. Toll, oder?
Wenn man den Tau gesammelt hat, kriegt man ersteinmal immer Post von einem fetten, faulen Mogry, der natürlich immer bis zum Ende des Dungeons kommt um dir Post zu liefern, aber auch nur, weil alle Monster sowieso schon tod sind. In den Briefen stehen dann tolle Lebensweisheiten, die du kommentierst und zurückschickst, wenn du willst, kannst du auch Samen beilegen, ich habe beispielsweise erfolgreich einen Baum gepflanzt.
Nun, wenn das Ding dann voll ist, gehts nach Hause, riesen Party wo dir dein ganzes Tagebuch vorgespielt wird und die Party läuft in einer ätzenden Melodie in Dauerschleife. Yuché
Nervend sind die Punkte, dass man als Einzelspieler vollkommend allein unterwegs ist , es macht einfach wenig Spaß, was nicht so schlimm wäre, wenn der Mehrspielermodus nicht für den Gameboy Advance gemacht worden wäre.
Der dicke Mogry hat nach 3 Metern schnellem Laufen schlichtweg keine Lust mehr den Kelch zu tragen und hört erst auf zu nerven und rumzuschleichen, wenn du ihn trägst, das passiert natürlich grundsätzlich vor jedem Berg.
Die fehlenden Karten dämpfen zudem irgendwann wirklich den Spielspaß enorm, zumindest als leidenschaftlicher Entdecker. Hinzu kommt, dass die Kampfgestaltung langweilig ist. Kommandos wechseln, A-Knopf drücken oder gedrückt halten und loslassen, dazu sieht jede Attacke und jeder Zauber gleich aus, nur die Farbe des
Aktionsradius, in dem der Zauber wirkt, ändert sich. Zu guter Letzt werden Monster schwächer, Dungeons wachsen dafür immer mehr.
Ansonsten sind es wenige Kleinigkeiten die eher unwichtig sind.
Dabei hätte das Spiel doch eigentlich Potenzial gehabt! Ich finde die Story eigentlich soweit ganz in Ordnung, es ist jetzt nicht wahnsinnig episch und tiefgründig, aber angenehm und nicht zu kompliziert, ganz nett soweit.
Es sind keine rundenbasierenden Kämpfe. Nach einiger Zeit nervt dieses „DINGEL DINGEL“ bei dem man weis, aha – Gegner, vondaher fand ich die Idee davon wegzugehen gut, aber die Umsetzung war leider nicht so das Wahre.
Der Einzelspielermodus… traurige Geschichte
Ich hätte es wirklich schön gefunden, wenn man sich seinen Hauptcharakter erstellt, den man eben steuert und dann 2 oder 3 selbstkreiirte Gefährten an seiner Seite hat, die man „indirekt“ steuert, sprich Ausrüstung ändern, Einstellungen wie Offensiv, Defensiv, Magie, Heal u.s.w. Allein mit einem bunten Wäulknäul durch die Gegend zu stampfen, welches nur rumquängelt macht auf Dauer wenig Spaß.
Meiner Meinung nach sind solche Spiele eben besser für Einzelspieler, deswegen ist es traurig, dass so viel Wert auf den Mehrspielermodus gelegt und für Einzelspieler nur ein Viech an die Seite gestellt wurde, dass den Myrrhekelch trägt.
Spiel: Final Fantasy – Crystal Chronicles
Plattform: Nintendo Gamecube
Publisher: Square Enix
Gerne: Rollenspiel
1-4 Spieler (Mehrspieler über GBA)
Sprache: Englisch mit Untertitel auf Deutsch
Preis: 24.99€ (gebraucht bei GameStop)
Positiv:
- Grafik
- simple und trotzdem schön gestaltete Story
- Kampfsystem gut
Negativ:
- Einzelspielermodus
- Kampfgestaltung langweilig
- Dungeonkarten nur mit GBA




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